Charity

Roland Eller Consulting unterstützt seit vielen Jahren den Fonds von Dieter Kenkmann.

 

Sponsoring für die Schulausbildung tibetanischer und nepalesischer Kinder

Dieter Kenkmann, geb. 24.12.34, war so lang er zurückdenken kann, Bergwanderer, Bergsteiger und Kletterer. Es war nicht nur sein Hobby, sondern auch Lebensinhalt. Es begann in den Alpen und führte ihn in den Kaukasus, die Anden, Persien und eine Expedition in die Arktis. Zwangsläufig "landete" er vor 20 Jahren im Himalaya, denn jeder "Bergfex" träumt davon, einmal die höchsten Berge der Erde wenigstens zu sehen. Dieter Kenkmann hatte das Glück, sie nicht nur zu sehen, sondern zu vielen Base-Camps vordringen zu können und viele 5- und 6-Tausender zu besteigen. Zum Schönsten gehörte aber der enge Kontakt mit der Bevölkerung, der Kultur und Religion. Vor allem die Freundschaft, die ihm von den Menschen entgegengebracht wurde.



1987 kam er wieder mal über den 5400 m hohen Thorong-Paß in West-Nepal und wollte in einer kleinen Siedlung zu Mittag essen. Vor einer armseligen Hütte stand ein kleines Mädchen in tibetischer Kleidung, das Haar zu einem "Pinsel" hoch gebunden. Er streckte ihr die Arme entgegen und obwohl er, der Ausländer, ihr völlig fremd war, lief das Kind ihm entgegen, sprang auf seinen Arm und legte ihm das winzige Händchen lächelnd um den Hals. Eigentlich wollte er nur etwas essen, blieb aber 4 Tage in der kleinen Siedlung. Täglich war er mit der Kleinen unterwegs. Irgend etwas war übergesprungen, was mehr war als Freundschaft. Seine Zeit in diesem Teil Nepals endete, und er mußte weiter. Die kleine Chyime weinte bitterlich, bis er versprach, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Ein Jahr später war es dann soweit und er meldete sich in einem Brief an. Aus Witterungsgründen hatte er jedoch eine Woche "Verspätung". Als er ankam, wartete Chyime bereits am Ufer des Flusses, den er überqueren mußte. Ihr Vater erzählte später, dass die Kleine bereits die ganze Woche am Fluss gewartet hätte, bei jeglichem Wetter und nur zu den Mahlzeiten in die Hütte gegangen sei. Wieder waren sie tagelang unterwegs und Dieter erkannte den Wissensdurst des Mädchens. Ihn zu stillen war wegen der Lebensumstände nicht einfach: sie lebt in einem Gebiet, 5800 m hoch gelegen. Es gibt einfache, kleine, staatliche Zwergschulen, aber selbst diese waren für sie nicht unter 5 Stunden Fußmarsch zu erreichen. Und so überlegte er, wie man dem Kind eine qualifizierte Schulausbildung bieten könne. Eine tibetische Boarding-School (ähnlich eines Internats) war die Lösung, die in 2 Wochen zu Fuß plus einer Tagesfahrt mit dem Bus zu erreichen war.

Heute ist Chyime über 20 Jahre alt und war immer Klassenbeste! Es folgten ihre Schwestern und Brüder. Die Familie bekam Pakete mit "second hand" Garderobe, Schuhen und Decken. Und da kam die Idee, Freunde, Kollegen, Bekannte und Verwandte zu fragen, ob sie nicht auch die Kosten für die Ausbildung eines Kindes übernehmen wollten. Viele sagten mit Freuden gerne zu.



Dieter Kenkmann begann, Lichtbildervorträge über seine Reisen zu halten, um dabei Spenden zu sammeln. Er organisierte gebrauchte Kleidung, Brillen und andere Hilfsgüter, packte alles in Pakete und schickte sie nach Nepal.

Alle Spenden und Honorare gingen in einen Einnahme-Topf. Da er jedes Jahr für 5 Monate nach Nepal reist, kann er persönlich alles vor Ort regeln und so garantieren, dass alle Gelder und Sachspenden zu 100% dem Zweck zugeführt werden, den die Sponsoren und Spender sich gewünscht haben. Jeder Sponsor bekommt Adressen und Fotos der Kinder und Eltern sowie detaillierte Angaben über die Lebensumstände der Familien. So entsteht ein reger Briefkontakt, bei dem die Kinder auch ihre Schulzeugnisse schicken.

So hält Dieter Kenkmann über das Formale hinaus den Kontakt zu den Familien und hilft unbürokratisch, wo Not am Mann, Frau oder Kind ist. Oft sind dazu nur ein paar Euro nötig, um z. B. Medikamente zu kaufen, Arztrechnungen zu übernehmen, baufällige Häuser wohnlich zu machen, Dächer zu decken oder Estrich zu legen.



1997 wurde ein Schulhaus gebaut als "Dining-Hall", während die älteren Gebäude zu Schlafhäusern umgebaut wurden einschließlich Inventar wie Betten, Matratzen, Decken und Kissen.

1998 wurde eine neue, hygienische Küche mit Lager- und Stauraum gebaut, dazu ein Schlafraum für den Koch und Küchenjungen. Zusätzlich wurden neue Gaskocher und einen Kühlschrank gekauft und für die neuen Kinder Betten, Matratzen, Decken und Kissen.

1999 wurde das Verwaltungsgebäude aufgestockt für Guest-Rooms mit Küche, Toiletten, Duschen und Inneneinrichtung. Weitere Betten, Matratzen, Decken und Kissen wurden angeschafft.

2000 wurde ein Kranken- und Medizin-Fond (Medical Fund) unterstützt. Um das Gelände mit den neuen Gebäuden wurde ein Zaun errichtet. Für die Schule wurden Fernseher nebst Videorecorder und Lehrkassetten, ein Globus, diverse Bücher, Betten sowie zwei neue Großkocher angeschafft. Der rein private Dieter Kenkmann Fond wurde im Jahre 2000 in einen eingetragenen Verein (e.V.) umgewandelt.

2001 wurde eine neue Toilettenanlage für Girls und Boys im Bereich der Schulklassen errichtet. An die Schlafhäuser der Mädchen wurden Duschen und Toiletten angebaut. Auf diesen Schlafhäusern wurde eine Solaranlage gebaut für die Warmwassererzeugung der Duschen und der Küche. Weitere Betten, Matratzen, Decken und Kissen wurden angeschafft. Für den Kindergarten und die Vorschulklasse wurden Tische und Bänke besorgt. Dazu einige Wandstellagen. Akademische Preise wurden gekauft und ein Schulausflug finanziert.

Ca. 120 tibetische und nepalesische Kinder wurden in Privatschulen geschickt, um eine qualifizierte Ausbildung zu erhalten. Die Kinder kommen aus dem Everest-Gebiet (4 Sherpa), aus dem Annapurna-Gebiet (4 Mangar), aus dem Königreich Mustang (13 Loba), aus dem Distrikt Mustang (43 tibetische Gurung), und 51 in Nepal geborene Tibeter aus Flüchtlingsfamilien. Die Schulzeit dauert ca. 10 bis 12 Jahre, die sich aus 5 bis 7 Jahren Primary-School und 5 bis 7 Jahren High-School zusammensetzen.

2002 wurde ein Kindergarten mit Inneneinrichtung für 25 Kinder im Cherok-Tibetan-Camp gebaut. Dieses Flüchtlingslager liegt im tiefsten Himalaya am Fuß des Annapurnamassivs auf ca. 2500m Höhe. Außerdem wurde eine qualifizierte Kindergärtnerin eingestellt und die Versorgung der Kinder mit einer täglichen Milchration eingeführt.

In der Lekshed Tsal Schule wurde die Umfassungsmauer repariert. Eine neue Küche und als Anbau Toiletten, Duschen und Waschanlage, gespeist durch eine Solar-Heisswasseranlage, sind fertig gestellt. In der Schule wurde eine Tanz- und Singgruppe gebildet, entsprechende traditionelle Musikinstrumente wurden angeschafft und drei Schneider engagiert, die für 60 Kinder die traditionellen Kostüme nähten. Mikrofone und Lautsprecher wurden dafür angeschafft. Zusätzlich erhielt die Schule einen Fotokopierer. In den Tibetean-Camps wurden Häuser von 6 Familien (ca. 40 Personen) repariert und mit neuen Wellblechdächern versehen. Vor allem wurde Estrich verlegt, da der Boden der Häuser nur aus festgestampftem Lehm besteht, der während der drei Monsunmonate total aufweicht. Durch den Estrich wird nicht nur zu 90% das Ungeziefer abgewehrt, sondern vor allem wird die Hygiene und Sauberkeit erhöht. Für bessere Sauberkeit sorgt nun auch eine Entwässerungsanlage.

Jede Familie bekommt möglichst pro Jahr 1 Paket mit gebrauchter Garderobe, Schuhe und Decken etc. Bisher konnten ca. 480 Pakete nach Nepal geschickt werden. Dieter Kenkmann packt die Pakete allein und versucht den Inhalt den Familien entsprechend anzupassen. Zusätzlich schicken einige Sponsoren Päckchen zu ihren Patenkindern und deren Familien. Ein 20 kg Paket kostet 80 Euro.

2003 wurden in den Schulen in Ranipowa und Jharkot alle Klassenräume und Lehrerzimmer mit Holzfußböden ausgestattet. In der kleinen Local-School ist die Doppelkabinen-Toilette fertiggestellt.

Die Tochter eines Sponsors hatte von ihrem Weihnachtsgeld gespendet und das nicht das erste Mal. Bei drei Besuchen in den Schulen konnten so alle Schulkinder je einen Apfel (300 Stck.) erhalten und beim zweiten Mal je eine Banane (300 Stck.), beim dritten Mal erhielten alle Boarding-Kinder ein Extra-Ei (120 Stck.).

Durch Spenden teilweise mit finanziert, konnten fast alle Kinder eine kleine Pilgerfahrt mit Bussen nach Lumbini machen, dem Geburtsort Buddhas. Für Buddhisten ein erhabenes und wichtiges Erlebnis.

Weitere Spenden flossen in die Renovierung einer Sieben-Klasse-Schule in Chandistan ein. Die Inneneinrichtung wurde gespendet und zwei neue Trinkwasserreservoirs gebaut.

2004 erhielt die Lekshed Tsal Schule ein neues Lagerhaus. Für den Kindergarten Chairo wurde die Milchversorgung und das Gehalt der Kindergärtnerin für ein weiteres Jahr gesichert.

2005 war die Lage in Nepal weiter recht prekär. Überlandstraßen wurden blockiert, so dass keine Lebensmittel und Kerosin (für Kocher) durchkamen. Schulbusse fuhren nicht. Große Mengen an Lebensmitteln (mehrere Zenter Reis, Linsen, Gemüse, Obst, Zwiebeln usw.) wurden gekauft. Arzt- und Medikamentenrechnungen wurden übernommen. Für das Jampaling Tibetan Camp und die LTS wurde eine neue unterirdische metallene Trinwasserleitung verlegt. Die Mauer um die LTS wurde fertiggestellt. Ein Großfernseher mit Videorecorder wurde angeschafft. Neues Geschirr, Besteck und ein Schrank wurde gekauft. Die Schulgebügren für 166 Kinder wurden bezahlt. Die Kinder bekamen ihr Taschengeld und Geldpreise für die besten Schulleistungen und auch viele Eltern wurden bedacht und finanziell unterstützt.

2006 wurde Herr Kenkmann zu einer Privataudienz bei H.H. dem Dalai Lama gebeten, der ihm in einem außergewöhnlichen Gespräch herzlich für sein Engagement dankte. Durch die politische Lage verlieren die Kinder wochenlang bis monatelang Unterricht. Sie sind teilweise auf den Schulwegen gefährdet, können die Schulen nicht erreichen, weil keine Busse fahren, die Straßen blockiert sind. Es wurden Spezial-Gaslampen gekauft, damit die Kinder in der Dining-Hall Hausaufgaben machen können, denn im Bereich um die Schule fiel laufend der Strom aus. Von Juni bis August war es bis zu 40-45 Grad C warm, darum wurde für jeden Klassenraum ein neuer Ventilator spendiert. Leider erkrankten einige Kinder, überwiegend an TBC. So wurde auch in diesem Jahr viel Geld für Medikamente und kräftige Nahrung ausgegeben.

2007 wurde der Kenkmann Fond 20 Jahre alt. Die Spendenfreudigkeit lies etwas nach, ist trotzdem immer noch zufriedenstellend und ermöglicht vielen Kindern Colleges und Unis in Nepal und Indien zu besuchen. Leider mußte der Kindergarten im Chairo Tibetan Camp aufgegeben werden, da die Geburtenrate erschreckend niedrig und rückläufig ist.



Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn Sie helfen wollen:

  • Sie werden Sponsor und übernehmen eine Schulgeldpatenschaft.
  • Für ein Kind, das eine Internatsschule besuchen muß, entstehen Kosten in Höhe von ca. 330,-Euro pro Jahr.
  • Für Kinder, die ihre Schule zu Fuß erreichen können, entstehen Kosten in Höhe von ca. 80,-Euro pro Jahr, bis zur 5. oder 7. Klasse. Dann beginnt die Highschool und die Kosten steigen auf ca. 330 Euro pro Jahr.

Zu beachten ist, dass die Schulausbildung eine langjährige Angelegenheit ist, deren Sponsoring nur aus wichtigen Gründen abgebrochen werden sollte!

Falls eine Schulgeldpatenschaft für Sie nicht in Frage kommt, können Sie auch anders helfen:

  • durch einen Zuschuss zum Paketporto
  • durch eine Spende für den Schulhausbau, Inneneinrichtungen und Schulmaterialien
  • durch eine Spende für Internatsbetten, Matratzen, Kissen, Decken sowie Schulutensilien
  • durch eine Spende für die "Bewohnbarmachung" von Wohnhäusern, Arztbesuche, Medikamente
  • durch eine Spende für den Kindergarten (Gehalt für die Kindergärtnerin und Milch)

Da sich Dieter Kenkmann um alles persönlich kümmert, entstehen keine Kosten für Verwaltung oder Personal, so dass jeder Euro in das private Hilfsprojekt fließt. Nach der Rückkehr aus Nepal erstellt Dieter Kenkmann immer ein Informationsblatt, in dem er genau schildert, was er erreichen konnte, wie es den Kindern und Familien geht, legt Quittungen und Abrechnungen vor. Eine Liste mit Kindern, die ebenfalls gern zur Schule gehen würden, ist auch immer dabei.

Über die Verwendung der Sponsorengelder wird regelmäßig in Briefen nach der Rückkehr von Dieter Kenkmann berichtet.



Möchten Sie sich persönlich von Ihrem Sponsoring überzeugen? Dieter Kenkmann ist inzwischen Pensionär und gibt gerne Auskunft über sein Hilfsprojekt und organisiert für Sie einen Besuch im Tibet. Weitere Informationen erhalten sie bei Dieter Kenkmann:

Dieter E. Kenkmann
Ostendstr. 5
87642 Halblech
Telefon: 08368 / 940653
Web: www.kenkmannfond.de



Für Geldspenden sind folgende zwei Kontonummern verfügbar:

für Spender, die eine Spendenquittung wünschen
Raiffeisenbank Halblech
BLZ 733 699 33
Konto-Nr 42 42 42

für Spender, die keine Spendenquittung wünschen
Postbank Essen
BLZ 360 100 43
Konto-Nr 66444-437

Viele nepalesische und tibetanische Kinder freuen sich mit uns über Ihr Interesse!



Die Lage in Nepal und Tibet wird immer dramatischer. Viele Hilfsleistungen kommen nur schwer oder gar nicht an. Wir unterstützen die Arbeit von Herrn Kenkmann, der mit großem persönlichen Engagement und nur durch finanzielle Unterstützung einiger Unternehmen und Privatpersonen, den Menschen direkt vor Ort hilft, und das teilweise unter Einsatz seines Lebens in einer der größten Krisenregionen unserer Welt. Dem aktuellen Brief von Herrn Kenkmann vom April 2009 können Sie entnehmen, wie die Hilfsleistungen eingesetzt werden, wie schwierig die Lage in dieser Region ist und wie der persönliche Einsatz von Herrn Kenkmann die Menschen direkt vor Ort erreicht.

PDF: Brief H. Kenkmann

Auch die Fotos geben Ihnen einen kleinen Einblick in seine Arbeit und zeigt ihn mit seiner "Familie".





"Dieses Jahr ist der 50. Jahrestag der Besetzung Tibets durch die Chinesen. Überall in Nepal waren Polizei und Militär.... In Pokahara besuchte ich für fast eine Woche die LTSchule. Wieder wurden dort fast 25 % unserer Kinder Klassenbeste...In der Nähe der LTS, dem Jampaling Tibetan Camp, enstand ein neues Flüchtlingslager. Hier leben nepalesische Menschen aus dem Dorf Sochar, nahe der tibetisch/chinesischen Grenze. Durch einen Erdrutsch wurde das halbe Dorf verschüttet, unbewohnbar.

Bei meinen Besuchen in der LTS/ Jampaling Camp kamen einige dieser Familien zu mir und baten um Hilfe.....Schwierig für die Menschen ist auch der Verfall der nepalesischen Rupie und die riesigen Preissteigerungen. Aus diesem Grund muss auch mit einer Schulgelderhöhung von ca. 10 - 20 % gerechnet werden....Eines unserer größten Probleme ist die Liste der Kinder ohne Sponsoren.

Die Sponsoren sind verstorben, arbeitslos oder leider einfach lustlos und haben ihr Sponsoring abgebrochen. Betroffen sind überwiegend ältere Kinder, die schwer zu vermitteln sind. Wir `ziehen sie durch´, denn ich kann es nicht übers Herz bringen, sie nach Hause zu schicken. Die Schulgebühren werden mit anderen Spenden finanziert. Darum bitte ich immer auch um Spenden für diese Kinder, weil ich Angst habe, ob das Geld auch für das nächste Jahr reicht.....Allen Kindern geht es gut und nicht nur in der LTS wurden gute Leistungen erbracht.... überwiegend ist von unseren Kindern nur Gutes zu berichten. Viele Kinder wechselten zu weiterführenden Schulen, Highschools, und Colleges."







"Dieses Jahr war geprägt von größten Schwierigkeiten... Finanziell wurde unsere kleine Organisation und alle Sponsoren durch den Absturz des Euro und die nicht erwarteten hohen Schulgeldgebührenerhöhungen hart getroffen. Erwartet hatte ich eine Erhöhung von bis zu 30 %...Alle und auch ich waren schockiert, dass die Erhöhung bis zu 80 % ging. Von einem unserer Jungs war zuerst der Vater und 2 Monate später die Mutter verstorben. Er steht nun allein da. Bei zwei anderen Geschwistern starb der Vater an TBC. Eines unserer "Mädels", die sehr gerne studieren möchte, ist totkrank an TBC erkrankt.

Ein anderes Problem ist die Auswanderungswelle in die USA und Kanada. So haben wir tatsächlich fast 10% unserer Kinder allein durch Auswanderung verloren. Weitere Familien werden auswandern, denn die Hoffnungslosigkeit wächst...Erfreulich war der Besuch in der LTS. Allen Kindern geht es gut. ....4 neue Kinder kamen dazu. Ich war wieder im tiefsten Himalaya bis auf fast 4000 m Höhe, wo ich 4 neue Kinder aussuchte. Immer schwierig und traurig, da sich 21 Kinder beworben hatten....Verschiedene Sponsoren besuchten ihre Kinder und machten Wanderungen im Himalaya. Sechs Damen hier aus Halblech besuchten Nepal. Beim Besuch einer Farm entdeckten sie ein kleines Mädel (6), welches durch einen Brandunfall einen Fuß und am anderen alle Zehen verloren hatte. Spontan entschlossen sie sich dem Kind zu helfen. OP/ Prothese/ orthop. Schuhe/ Gehilfen und dadurch die Chance, auch eine qualifizierte Schulausbildung zu erhalten.

Die ganze Organisation übernahm unsere Tenzin, eines unserer ehemaligen Kinder. Inzwischen wurde das Kind mit Erfolg operiert und ist in einer Art Reha und trainiert...."Meine Tochter" Chyime, mit der alles begann, hat inzwischen ihre Schulausbildung beendet und arbeitet in einem Kloster als Lehrerin. Ab 2011 will ich sie anlernen, um einst meine Arbeit in Nepal zu übernehmen.

Es wird Zeit, dass jemand bereit steht, der diese Arbeit vor Ort übernehmen kann. Im Alter von 77 Jahren, wenn auch bei bester Gesundheit, muss man an die Nachfolge denken, denn es wird sich kaum jemand finden, der jedes Jahr 3 Monate in Nepal arbeiten will....Wir haben in Nepal eine große Verantwortung übernommen."